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Wovon ist der Diamant-Preis abhängig?

Mitte Mai 2016 war es überall zu lesen: Der teuerste Diamant der Welt wurde versteigert. Für 58 Millionen Dollar ging der “Oppenheimer Blue” Diamant-Ring über den Auktionstisch. Der 14,62-Karäter fand seinen neuen Besitzer in Genf und löste den zuvor als am teuersten gehandelten “Blue Moon Diamond” ab. Wie kann sich ein solcher Diamant-Preis zusammensetzen?

Rolf Zibung hat 30 Jahre Erfahrung im Diamantenhandel

Anleger, die sich für das Diamanten Investment  interessieren, sollten sich im Klaren darüber sein, dass Diamantenpreise (anders etwa als der Preis von Gold und Silber) auf rein individueller Basis ermittelt werden. Es gibt keine einheitlichen Börsenkurse. Denn jeder Diamant ist ein Unikat und kann in seinem Wert nur schwierig – wenn überhaupt – manipuliert werden. Nicht nur ist der Preis jedes einzelnen Steins sehr unterschiedlich, die Spanne ist auch besonders gross, stellt man farbige Diamanten den Weissen gegenüber.

Denn hier sind andere Faktoren entscheidend für den Preis: Klassischerweise richtet sich der Diamant Wert von weissen Diamanten in der Regel nach den 4 C’s Cut, Carat, Color und Clarity. Bei farbigen Diamanten, sogenannten Fancy Diamonds, hingegen spielen die 4 C’s eine untergeordnete Rolle. Vielmehr sind die Aspekte Farbe, Farbsättigung bzw. -intensität sowie ein eventueller Farbstich und natürlich die Grösse respektive das Gewicht massgeblich für den Diamantpreis.

Einen Anruf entfernt: Gerne berate ich Sie zu allen Fragen zur Investition in farbige wie auch weisse Diamanten.

Seiten-Überblick:

Diamant Wert von weissen Diamanten
Wert von farbigen Diamanten
Der Unterschied zwischen weissen und farbigen Diamanten auf einen Blick
Rat vom Diamantexperten

Bestimmung der Diamantenpreise: Vergleich zwischen farbigen und weissen Diamanten

Die folgende Gegenüberstellung soll interessierten Diamanten-Käufern bzw. -Verkäufern aufzeigen, wie sich der Diamantenpreis von weissen Diamanten zusammensetzt bzw. wie sich demgegenüber der Diamant-Wert von farbigen Diamanten ergibt.

Diamant Wert von weissen Diamanten

Obwohl die Schönheit eines Diamanten oft im Auge des Betrachters liegt, gibt es objektive Qualitäts-Kriterien, um Diamanten in ihrem Wert zu bestimmen und zu zertifizieren. So ist es beispielsweise durchaus möglich, dass zwei gleich grosse Diamanten, sprich: gleiches Gewicht, einen völlig unterschiedlichen Wert und damit auch Preis haben: Denn als Unikat wird jeder weisse Diamant basierend auf den vier Grundparametern, den 4 C’s, beurteilt. Diese sind:

  • der Schliff (Cut)
  • das Gewicht (Carat)
  • die Farbe (Colour)
  • die Reinheit (Clarity)

Preisfaktor Schliff: Vom Rohdiamanten zum Juwel

Unbearbeitet und ungeschliffen sind Rohdiamanten schwierig als solche zu erkennen. Erst durch die Bearbeitung mittels der Arbeitsschritte

  • Spalten,
  • Sägen,
  • Reiben,
  • Schleifen
  • und Polieren

wird der Rohdiamant zum funkelnden Schmuck-Stück. Bei diesem Verfahren verliert der Stein im Durchschnitt die Hälfte seines Gewichts.

Geschliffener Facettenreichtum

Als Klassiker des Diamantschliffs gilt der achtsymmetrische, runde Brillantschliff, der um 1910 vom zuvor gängigen Altschliff weiterentwickelt wurde. Demgegenüber stehen die in der Gemmologie als Fancy Cuts gängigen Schliffarten, die wiederum unterteilt werden können in

  • modifizierte Brillantschliffe (Oval, Kissen, Tropfen, Herz, Marquise)
  • Treppenschliffe (Smaragdschliff / Emerald Cut, Asscher Cut)
  • sowie Mixed Cuts (Radiant, Princess).
Beurteilung der Schliffqualität

Ein perfekter Schliff kann die Wertsteigerung des Diamanten erheblich beeinflussen, wobei der Brillantschliff am häufigsten angewendet wird, weil er Brillanz, Farbharmonie, Lichtbrechung, Totalreflexion, Farbzerstreuung und Bewegungsbrillanz am besten vereint. Der Brillant ist auch am wertvollsten. Mit Blick auf den Diamant-Wert abhängig vom Schliff folgen Tropfen, Herz, Oval, Marquise, Princess, Asscher/square Emerald, Radiant, Cushion und Emerald (u.a. abhängig von Schleifverlust, Dauer und Beliebtheit).

Ein idealer Diamantschliff bringt den regenbogenfarbenen Glanz eines Diamanten, sein sogenanntes Feuer, am besten zur Geltung. Bei der Schliffgraduierung werden Schliffformen, Flächen, Winkel und Facettenverbindungen eines Diamanten genauestens geprüft, da sie sich direkt oder indirekt auf die Brillanz auswirken können. Für die Beurteilung der Schliffqualität von Bedeutung sind vor allem die Proportionen des Diamanten sowie die Anordnung der Facetten, die Winkelverhältnisse und die Dicke der Rundiste.

Preisfaktor Gewicht: Karat als Masseinheit

Das Gewicht eines Diamanten wird in der Einheit Karat (abgekürzt ct.) angegeben. 1 Karat entspricht 0,2 Gramm. Der Preis eines Diamanten entwickelt sich exponentiell zum Gewicht. Das heisst: Ein Zweikaräter kann drei- bis viermal so wertvoll sein wie ein Einkaräter.

Preisfaktor Farbe: Weiss, weisser, farblos – zur Farbqualität von Diamanten

Im Zusammenhang mit dem Qualitätskriterium Colour ist unter der Diamantfarbe die Transparenz bzw. das Fehlen von Farbe bei weissen Steinen zu verstehen. Hoch feines Weiss ist überaus selten - je weisser der Diamant erscheint, desto höher ist seine Farbe.

Um die Farbe von Diamanten einzustufen, wurde eine internationale Farbskala für die Diamantengraduierung festgelegt, die mit den Buchstaben D-Z bezeichnet ist, wobei D die höchste Farbstufe ist. Diamanten der Farbqualität D bis H werden im Handel als ‚weisse’ Diamanten bezeichnet. Danach nimmt die gelbliche Tönung immer stärker zu.

Preisfaktor Reinheit: Makellose Schönheit

Die Bewertung der Reinheit (Clarity) hängt von der Anzahl Einschlüsse oder anderer Merkmale (sowohl im Inneren als auch an der Oberfläche) ab.

Entscheidend für die Bewertung der Reinheit sind Anzahl, Grösse und Lage der Einschlüsse. Einschlüsse in der Tafel (in der Regel die grösste Facette des Diamanten) sind leichter erkennbar als an den Seiten des Steines. Diamanten, die lupenrein sind, sind äusserst rar und daher sehr wertvoll. Die Bewertung der Reinheit erfolgt bei 10-facher Vergrösserung durch eine Fachperson.

  • Flawless [FL] keine inneren oder äusseren Merkmale
  • Internally Flawless [IF]: keine inneren Merkmale (oftmals sind es Polierstreifen, welche auf der Oberfläche erkennbar sind. Im Zertifikat steht dann: ‚Minor details of polish are not shown’)
  • Very Very Slightly Included [VVS1 / VVS2]: winzige Einschlüsse, sehr schwierig erkennbar
  • Very Slightly Included [VS1 / VS2]: kleine Einschlüsse, teilweise schwierig zu erkennen
  • Slightly Included [SI1 / SI2]: gut erkennbare Einschlüsse
  • Included [I1 /I2 / I3] / Pique [P1 / P2 / P3]: deutliche Einschlüsse, mit blossem Auge erkennbar. Diese Einschlüsse haben unweigerlich Einfluss auf die Brillanz.

Für die höchste Farbe (D) und die höchste Reinheit (FL/IF) bezahlt man eine gewisse ‚Prämie’: Wenn Sie auf der Rapaport ‚Preisliste’ für den Diamanthandel die Preise von D-IF mit denjenigen von E-IF oder D-VVS1 vergleichen, können Sie deutlich erkennen, dass die Kurve nach unten immer flacher wird.

Preisfaktor Fluoreszenz

Die Fluoreszenz kann sich preismindernd oder preissteigernd auswirken. Das hängt von der Farbe des Steins ab: Während sie sich bei weissen Diamanten (z.B. D/E/F) eher preismindernd auswirkt, verhält es sich bei gelblicheren Steinen (z.B. I/J/K/L/M) umgekehrt: hier steigert die Fluoreszenz den Preis eines Diamanten, denn der gelbliche Stein erscheint “weisser”.

Wert von farbigen Diamanten

Farbigen Diamanten (Fancy Diamonds) haben andere preisbestimmende Kriterien als weisse Diamanten.

Kostbarkeit Farbdiamanten

Als einzigen Edelstein findet man den Diamanten in allen Farbmodifikationen in der Natur. Diejenigen, deren Farbsättigung stark genug ist, werden als farbige Diamanten bezeichnet bzw. im englischsprachigen Raum Fancy Diamonds genannt. Der Begriff ‚Fancy’ wurde in den 1960er/1970er Jahren vom Gemological Institute of America (GIA) geprägt. Im Vergleich zu weissen Diamanten sind farbige Diamanten weitaus seltener anzutreffen. Daher gelten farbige Diamanten als teuerste Steine der Welt und haben in den vergangenen Jahren stark an Popularität gewonnen, Nachfrage steigend.

Preisfaktor Seltenheit der Farbe: Rarität hoch im Kurs

Die wichtigsten beiden Faktoren für den Wert eines farbigen Diamanten sind – nebst der Grösse/ dem Gewicht des Steines - die Seltenheit und Attraktivität der Farbe. Die kostbaren Edelsteine verbergen sich nur vereinzelt in den Diamantminen der Welt. Entsprechend verhält es sich mit der Diamanten-Preisentwicklung: Das überschaubare Angebot an farbigen Diamanten macht sie so interessant und zugleich so teuer respektive wertvoll.

Rote Diamanten sind wegen ihrer extremen Rarität am wertvollsten und erzielen die höchsten Diamantpreise. Es folgen blaue, pink- und rosafarbene Diamanten. Ebenso selten wie wertvoll sind grüne, orange und violette Diamanten.

Preisfaktor Intensität der Farbe: Satte Farben pur

Nicht nur die Knappheit am Markt macht Fancy Diamonds so begehrt. Ähnlich preissteigernd wirkt sich die Farbintensität bei der Diamanten-Preisentwicklung aus: Je intensiver der Farbton, desto höher der Diamant-Preis.

Farbige Diamanten werden nach einem speziellen System bewertet. Die Intensität der Farbgraduierung basiert auf einer Kombination von ‚Tönung/Farbtiefe’ und ‚Sättigung/Intensität’. Ein Farbstich kann sich, je nach Hauptfarbe des Diamanten, preissteigernd aber auch preismindernd auswirken.

Ein fancy orangy yellow ist höher im Preis als ein reiner fancy yellow (weil orange eine seltenere Farbe ist als gelb und demzufolge preissteigernd ist). Umgekehrt verhält es sich bei einem fancy grayish blue. Ein solcher Stein ist tiefer im Wert als ein reiner fancy blue (die graue Farbe ist in diesem Beispiel preismindernd, da weniger attraktiv).

Preisfaktor Schliffgüte bei Fancy Diamonds

Während sich bei Brillanten ein perfekter Schliff erheblich auf den Diamant-Preis auswirkt, wird bei Fancies weniger auf den ‚perfekten’ Schliff geachtet als vielmehr auf eine Kombination aus Farbintensität und Farbverteilung.

Preisfaktor Reinheit und Gewicht und von Fancies

Bei farbigen Diamanten hat die Reinheit (noch) nicht den gleichen Stellenwert wie bei weissen Diamanten. So erzielen die Reinheiten von VVS1 bis VS2 oftmals gleiche oder ähnliche Diamantpreise. Augenreine SI-Steine erzielen einen höheren Preis als jene, bei denen man den Einschluss von blossem Auge sieht.

Vergleichbar verhält es sich in Bezug auf das Gewicht: Je mehr Karat, desto höher der Preis gilt auch bei Fancy Diamonds. Die Preissensibilität in Bezug auf das Gewicht ist bei weissen Diamanten jedoch wesentlich ausgeprägter.

Preisfaktor Fluoreszenz

Wenn ein farbiger Diamant in der gleichen Farbe fluoresziert wie die Körperfarbe, kann die Fluoreszenz einen wertsteigernden Einfluss haben (z.B. wenn ein gelber Diamant gelb fluoresziert). Dadurch wird die Körperfarbe intensiviert, der Diamant erscheint noch ‚gelber’. Bei roten, grünen oder orangen Diamanten hängt es sehr vom Stein selber ab, inwiefern das Fluoreszieren (wenn überhaupt!) einen Einfluss auf den Preis hat.

Grundsätzlich verhält es sich bei weissen Diamanten so, dass sich deren Seltenheit und damit auch der höhere Preis in der hohen Farbe, der hohen Reinheit sowie im hohen Gewicht widerspiegelt. Eine Kombination aus diesen drei Faktoren (z.B. 10 ct. D-FL) ist ein Vielfaches seltener als ein 0.50 ct. H-vs2 – und aus diesem Grund ein Vielfaches höher im Preis.

Demgegenüber manifestiert sich die Seltenheit von farbigen Diamanten in der Farbe selbst. Sie spielt dabei eine absolut entscheidende Rolle in Bezug auf den Preis, ergänzt mit der Sättigung/Intensität, der gleichmässigen Verteilung über den ganzen Stein sowie Grösse/Gewicht und Form.

Ob weiss oder farbig - zwei identische Diamanten (Paar) führen ebenfalls zu einem höheren Preis. Und auch hier gilt: Je seltener die Wahrscheinlichkeit auf ein identisches zweites Paar, umso stärker die Auswirkung auf den Preis.

Der Unterschied zwischen weissen und farbigen Diamanten auf einen Blick

Hier erhalten Sie auf einen Blick den Vergleich der Wertbestimmung von weissen und farbigen Diamanten:

  weisse Diamanten farbige Diamanten

Farbe

je höher die Farbe, desto höher der Preis

je seltener und/oder attraktiver die Farbe, desto höher der Preis

je intensiver die Farbe, desto höher der Preis

ein Farbstich kann sich, je nach Hauptfarbe des Diamanten, preissteigernd oder preismindernd auswirken

Reinheit

je höher die Reinheit, desto höher der Preis

die Reinheit hat (noch) nicht den gleichen Stellenwert; die Preisunterschiede zwischen den Reinheiten sind marginaler

Gewicht

je höher das Gewicht, desto höher der Preis

je höher das Gewicht, desto höher der Preis (bei weissen Diamanten ausgeprägter)

Schliffgüte

je perfekter die Schliffgüte (Proportionen/Symmetrie),

desto höher der Preis

Kombination aus Farbverteilung, Höhe des Steines und das Verhältnis Länge/ Breite ist vorrangig

Schliff/Form

Preis-Reihenfolge: Brillanten, Tropfen, Herz, Oval usw. bis Smaragdschliff

Preis-Reihenfolge: Brillantschliff, Smaragdschliff, Tropfen-, Oval-, Herz-, Kissenschliff und Radiant

Fluoreszenz:

je weisser der Stein (z.B. D/E/F), desto preismindernder

je gelblicher der Stein (z.B. I/J/K/L/M), desto preisfördernder

wenn Diamant-Körperfarbe & fluoreszierende Farbe sich gleichen, wertsteigernd

hängt stark vom Stein selber ab

Rat vom Diamantexperten

Höhere Farbe oder höhere Reinheit? Viele kleine oder einen grossen Stein? Speziell bei farbigen Diamanten muss man bei jedem Stein noch differenzierter hinsehen. Der Blick für die kleinen Details und die umfassende Erfahrung eines Diamantexperten sind viel wert. Schliesslich ist jeder Stein ein Unikat.

Im persönlichen Gespräch gehe ich daher gerne auf Ihre Fragen sowie Bedürfnisse ein und gebe Ihnen detaillierte Antworten. Zibung Diamond Investment

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