DE  |  EN

News Anmeldung

19.04.19   Jahrhunderfund in Botswana

Die Okavango Diamond Company präsentierte letzten Mittwoch einen Jahrhundertfund! Dabei handelt es sich um einen ovalen, blauen Diamanten (type IIb) mit einem Gewicht von sagenhaften 20.46 ct. Das Gemological Institute of America (GIA) graduierte diesen Diamanten fancy deep blue - vvs2.

Marcus ter Haar, Managing Direktor von ODC, sagte am Mittwoch dazu: “From the first moment we saw the diamond, it was clear we had something very special. Everyone who has viewed the 20-carat polished diamond has marveled at its unique coloration, which many see as unlike any blue stone they have seen before. It is incredibly unusual for a stone of this color and nature to have come from Botswana — a once-in-a-lifetime find, which is about as rare as a star in the Milky Way.” 

Dieser aussergewöhnliche Diamant ist der grösste blaue Diamant, welcher aus Botswana stammt. Der Rohdiamant wog 41.11 ct. und wurde in der Orapa-Mine gefunden, welche zu Debswana gehört, einem Joint Venture zwischen De Beers und der Regierung von Botswana. ODC mit Sitz in Gaborone hat Zugang zu 15 % der Produktion der Debswana-Minen.

Der 'Okavango Blue' wird in den kommenden Monaten präsentiert und gegen Ende des Jahres zum Verkauf angeboten. Ein Leckerbissen für Diamantliebhaber, Sammler und Investoren.

 

  

 

18.04.19   Petra fördert 200-karäter zu Tage

Petra Diamonds gibt den Fund eines 209.9 ct. schweren Rohdiamanten in Topfarbe (D), Typ IIa, bekannt. Der Stein wurde in der Cullian-Mine gefunden. Der Diamant wird voraussichtlich im Juni verkauft.

 

 

 

17.04.19   Christie's verkauft zwei blaue Diamanten für über 6 Millionen USD

Das Auktionshaus Christie's erzielte an seiner gestrigen New Yorker Auktion einen Umsatz von leicht über 30 Mio. USD. Das Toplot, ein Ring mit zwei blauen Diamanten (PS 3.06 & 2.61 ct. fancy vivid blue - vs2) wurde für 6'744'500 USD (1'189'506 $/ct.) verkauft. Ein Ring mit einem 6-karätigen ovalen fancy pink - vvs1, wechselte für 1.395 Mio. USD (228'315 $/ct.) den Besitzer. Zwei intensiv gelbe Schwergewichte fanden ebenfalls neue Eigentümer: Ein Radiant, 37.65 ct. - zum Verkaufspreis von 1'005'000 USD sowie ein Cushion, 35.06 ct. für 705'000 USD. 86 % aller Lots konnten verkauft werden.

 

  

  

11.04.19   Die Welt der farbigen Diamanten - Pink

Diamanten kommen in allen möglichen Farben vor. Heute befassen wir uns mit der Farbe Pink.

Diamanten werden pink, wenn Hitze und Druck tief in der Erde das Kristallgitter verzerren. In diesem Zusammenhang hört man oft auch Ausdrücke wie 'Kristallgitterstörungen' oder 'plastisch deformierte Diamanten'. Die Farbe ist dabei oftmals in Farblamellen verteilt. Man spricht auch von 'coloured graining'. Anders als z.B. bei gelben oder blauen Diamanten haben wir bei pinkfarbenen also kein farbgebendes Element sondern eine Deformierung im Kristallgitter, welche zu einer Absorption des grünen Lichts führt und den Stein rosa erscheinen lässt. Zudem dürften diese Verformungen mit ein Grund dafür sein, dass pinkfarbene Diamanten tendenziell tiefere Reinheiten aufweisen. Keine Regel ohne Ausnahme: Selbstverständlich gibt es auch lupenreine rosa Diamanten. So wurde im November 2016 bei Sotheby's in Genf ein lupenreiner, 13-karätiger Diamant-Tropfen (fancy intense pink) für über 16 Mio. Franken versteigert.

Interessant bei pinkfarbenen Diamanten ist die unglaubliche Farbenvielfalt, welche von reinem Pink in Richtung Purpur-, Lila-, Violet-Pink, Orange-Pink bis Braun-Pink reichen kann. Diese Zweitfarben werden 'modifier' genannt. Verläuft die Farbe in Richtung purplish pink / purple pink, erscheint der Stein 'süsser'. Im Handel spricht man von 'baby pink' oder bubble gum pink. Weist der Diamant einen orangen Unterton auf, nennt man ihn einen 'old pink'. Je 'süsser' der Farbton, desto eher erzielt der Stein einen höheren Preis. Der orange Einfluss wirkt preismindernd. Kommt Braun ins Spiel, geht der Preis deutlich nach unten.

Wie bei anderen Farben auch werden pinkfarbene Diamanten überall auf der Welt gefunden. Und dennoch werden sie seit vielen Jahren in Zusammenhang mit einer einzigen Mine genannt - Argyle. Neun von zehn pinkfarbenen Diamanten stammen aus dieser Lagerstätte im Nordwesten Australiens. Doch schon bald könnte damit Schluss sein! Gemäss Jean-Sébastien Jacques, CEO von Rio Tinto, der Besitzerin der Mine, wird mit der Schliessung im Jahre 2020 gerechnet. Geht Argyle zu, werden pinkfarbene Diamanten noch viel seltener, als sie es jetzt schon sind. Australien's rosafarbene Diamanten sind nicht nur mengenmässig eine Ausnahmeerscheinung - einige Exemplare zeigen zudem eine enorme Farbintensität, was wiederum zu grossen Preisunterschieden trotz gleicher Farbgraduierung führen kann.

Apropos Farbgraduierung: Sie beginnt bei pinkfarbenen Diamanten mit 'faint', gefolgt von 'very light' und 'light'. Die weiteren Grade sind: 'fancy light', 'fancy', 'fancy intense' und 'fancy vivid'. Wird der Farbton dunkler, werden die Steine mit 'fancy deep' oder 'fancy dark' graduiert.

Und zum Schluss noch dies: Kaufen Sie nie einen pinkfarbenen Diamanten direkt von der Schleifscheibe! Diamanten erwärmen sich, wenn sie geschliffen werden resp. auf die Schleifscheibe kommen. Sie können ziemlich warm werden - sprich: heiss. Dies wiederum kann - vorläufig - auf die Farbintensität einen positiven Einfluss haben. Kühlt sich der Stein ab, verliert er wieder an Intensität und demzufolge kühlt sich auch der Preis ab.

Und ganz zum Schluss: Der höchste, öffentlich bekannte Preis, der bis zum heutigen Zeitpunkt je für einen Diamanten bezahlt wurde, beträgt 71.2 Millionen USD. Bezahlt von Chow Tai Fook für den 'CTF Pink Star' (59.60 ct., fancy vivid pink, oval) anlässlich der Auktion von Sotheby's im April 2017. Kleine Randnotiz: Der Stein ist lupenrein - die Bestätigung der obigen Ausnahme.

 

 

  

10.04.19   Alrosa steigert kontinuierlich seinen Umsatz

Alrosa, der weltgrösste Diamantproduzent, konnte im 1. Quartal dieses Jahres den Umsatz kontinuierlich steigern. Der Gesamtumsatz betrug etwas mehr als eine Milliarde USD, davon 987.9 Mio. Rohdiamanten und 16.3 Mio. geschliffene Diamanten.

Sergey Ivanov, CEO von Alrosa, meinte dazu: "The market is gradually stabilizing following a soft demand from cutting and polishing companies in the second half of the last year. Demand for smaller-sized stones demonstrated recovery in the first quarter. The sector is also gradually restoring the balance between the rough diamond inventories and rough diamond purchase volumes. We are cautiously optimistic about the second quarter, as, despite the persistent difficulties the Indian manufactures have with access to funding, in general, the end-demand for diamond jewelry demonstrates resilience."

 Products

   January    

   February   

     March     

  Dynamics
  February-March    

 Rough diamonds and grinding powders, $ mln     

    278.2

    340.6

    369.2

    +8%

 Polished diamonds, $ mln

        3.4

        5.0

        8.0

  +61%

 Total rough and polished diamonds, $ mln

    281.6

    345.6

    377.1

    +9%

 (Grafik Alrosa)

   

 

09.04.19   De Beers' dritte Sicht ergibt provisorische 575 Millionen USD

Bruce Cleaver, CEO De Beers Group, meint dazu: "As we move into the second quarter of the year, we saw a continuation of stable demand for our rough diamonds during the third cycle of 2019." Im Vergleich zum Vorjahr (524 Mio. USD) liegt dieser 3. Cycle rund 10 % höher und gegenüber der 2. Sight 2019 (496 Mio. USD) gar 16 %.

 

 

 

08.04.19   Stein des Monats